Einführung von WAMAS® in einem manuellen Lager

Die Digitalisierung schreitet voran und macht auch vor der Lagerhaltung nicht Halt. Diese (R)Evolution findet jedoch nicht immer nur über Automatisierung statt, wie die meisten Bilder von Industrie 4.0 vermuten lassen. Digitalisierung kann auch bedeuten, die intralogistischen Prozesse in einer Software abzubilden und zu steuern, während die Prozessausführung manuell erfolgt. Auch diese Aufgabe kann das Warehouse Management System WAMAS von SSI SCHÄFER übernehmen.

Doch bevor WAMAS die Prozesse effizient im Produktivbetrieb abbilden und steuern kann, braucht es ein Projekt, um die neue Lösung in der Kundenorganisation einzuführen. Hinter jedem erfolgreichen Projekt steht das richtige Projektteam und die damit einhergehende Projektorganisation – sowohl kundenseitig als auch bei SSI SCHÄFER Dieser Teamgedanke ist in allen Kundenprojekten von SSI SCHÄFER einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren – wahrscheinlich sogar der wichtigste. Darum ist er auch ganz tief in der Unternehmenskultur von SSI SCHÄFER verwurzelt. Um alle Bedürfnisse und Verantwortungen abzudecken, besetzt das sogenannte Kernteam in jedem Projekt drei Fachbereiche. Die Logistikberatung verantwortet die Erstellung, Definition und Einführung der logistischen Lösung. Die Software-Entwicklung stellt die technische Machbarkeit sicher und kümmert sich in weiterer Folge um die technische Umsetzung. Zu guter Letzt trägt das Projektmanagement die Gesamtverantwortung für den Erfolg des Projekts und gewährleistet, dass die vorab definierten Projektziele erreicht werden – durch effiziente projektinterne und externe Koordination und Kommunikation. Ein Qualitätsmanager ergänzt das Team und unterstützt es beim Erreichen der Qualitätsziele.

Standardisierte Abwicklungsprozesse garantieren Qualität und minimieren das Risiko

Ein Projekt folgt immer gewissen Phasen mit wichtigen Meilensteinen, die am Weg zum Ziel liegen. Nach dem internen Projektstart und Kick-off-Termin mit dem Kunden startet die Analysephase, die mit der Abnahme der produzierten Spezifikationen endet. Mit der (Teil-)Freigabe der Spezifikationen beginnt die Realisierung der definierten Anpassungen der bewährten und äußerst geschätzten WAMAS-Standard-Lösung. Umfangreiche Tests auf verschiedenen Levels und mit unterschiedlichem Fokus schließen die Realisierungsphase ab. In der darauf folgenden Inbetriebnahmephase testet SSI SCHÄFER das System unter realen Bedingungen beim Kunden vor Ort, schult das zuständige Personal ein und übergibt dem Kunden das System für die sogenannten User Acceptance Tests. Nach erfolgreicher Freigabe des Kunden und von SSI SCHÄFER wird das neu eingerichtete System produktiv geschaltet. Selbstverständlich begleitet das Projektteam die Mitarbeiter des Kunden in den neuen produktiven Prozessen, während es parallel die Projektabnahme vorbereitet und durchführt. Eine Übergangsphase von der Begleitung des Projektteams hin zur Langzeitbetreuung des Kunden und seines neuen Systems im Customer Service und Support-Bereich schließt das Projekt ab. Dieser gesamte standardisierte Realisierungsprozess sichert zum einen die Einhaltung wichtiger Rahmenbedingungen. Zum anderen gewährleistet er die gesamtheitliche Betrachtung der logistischen Prozesse und garantiert mit einem perfekt abgestimmten Testkonzept gleichzeitig höchste Qualität.

Veränderungen managen, aber richtig

Die soeben beschriebene Vorgehensweise ist Industriestandard – mal mehr, mal weniger agil ausgelegt. Ein wichtiger Aspekt in der Sichtweise auf Kundenprojekte unterscheidet SSI SCHÄFER jedoch von seinen Mitbewerbern am Markt. Was bei einem hochautomatisierten Projekt auf der Hand liegt, stellt sich bei der Einführung von WAMAS ohne Automatik nicht auf den ersten Blick dar. Viel zu oft werden manuelle Intralogistik-Projekte auf eine reine Software-Einführung reduziert. In Wahrheit handelt es sich aber meist vielmehr um ein Organisations-Projekt, das weitreichende Folgen in der Aufbau- und Ablauforganisation des Kunden haben kann. Daher achtet SSI SCHÄFER in jedem Projekt auch darauf, wie sehr die Einführung von WAMAS die gesamte Organisation des Kunden beeinflusst. Diese Berücksichtigung beginnt bereits in der Analysephase parallel zur Erstellung der Spezifikationen. Ziel ist, den Kunden frühzeitig auf die kommenden Änderungen vorzubereiten und gemeinsam Maßnahmen zu definieren, wie Inbetriebnahme und produktive Umstellung organisatorisch am besten vorbereitet und durchgeführt werden können. Ein Beispiel: Man stelle sich vor, ein Lager arbeitet mit papiergestützten Prozessen – also mit Listen für die Ausführung der Prozesse. Mit der Einführung von WAMAS geht in der Regel eine Umstellung der Prozessausführung auf eine Mobilterminal- oder Voice-gestützte Variante einher. Danach muss niemand mehr tausende Seiten Papier drucken, sortieren und rückerfassen. Stattdessen gibt es wahrscheinlich neue Stellen in der Lagerorganisation – wie zum Beispiel einen oder mehrere Leitstände, die die Lagerprozesse steuern und überwachen. Zusätzlich bereitet SSI SCHÄFER seine Kunden auf die Prozessverbindlichkeit vor, die WAMAS von den Benutzern einfordert und die die Organisation bis dato eventuell noch nicht so gelebt hat.

Die Kunst, das volle Potenzial von WAMAS zu nutzen

Durch die gut vorbereitete Einführung von WAMAS steht dem Kunden nun ein mächtiges Werkzeug zur Modellierung, Steuerung und Kontrolle seiner logistischen Prozesse zur Verfügung. Mit der integrierten Reporting-Lösung von WAMAS können auch Kennzahlen ausgewertet und grafisch darstellt werden, um Abweichungen in den Prozessen frühzeitig erkennen zu können.

Über den Autor

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Gregor Girstmayr hat betriebliches Projekt- und Prozessmanagement an der Fachhochschule Vorarlberg studiert und ist seit 10 Jahren bei SSI SCHÄFER in verschiedenen Positionen tätig. Zu Beginn lernte er als Logistikberater das Kerngeschäft von SSI SCHÄFER kennen – mit Fokus auf die Einführung von WAMAS in manuellen Lagern. Danach erfolgte der Wechsel in die IT-Projektleitung. In seiner neuen Rolle übernahm er zusätzliche Verantwortung und brachte mehrere internationale Projekte erfolgreich zum Abschluss. Seit 2018 ist Gregor Girstmayr als Teamleiter für die Projektmanagement-Prozesse und Führung der IT-Projektleiter verantwortlich.

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