So gestalten Sie die Supply Chain der Zukunft

Liefernetzwerke zeichnen sich durch hohe Komplexität und eine Vielzahl interagierender Partner aus. Will man sie möglichst effizient gestalten, werden Lösungen, die wenig bis gar kein Material in den Zwischenstufen vorrätig halten, angestrebt. Vielerorts wurde sogar die lagerlose Fertigung ausgerufen. In den letzten Jahren haben alle Beteiligten solcher Netzwerke jedoch gelernt, dass dies vor allem bei auftretenden Störungen zu sehr unangenehmen Begleiterscheinungen führt. Im Zuge der aktuellen Krise sowie der Krisen der vergangenen Jahre sind daher wieder Konzepte eingeflossen, die helfen, das Netzwerk resilient zu gestalten. Aus einer angestrebten Supply Chain ohne Pufferkapazität wird so ein Netzwerk mit minimalen, aber ausreichenden Lagerkapazitäten. Ein weiterer Baustein für die benötigte Resilienz sind die Einführung durch Risikobetrachtung gesteuerter Ausfallsstrategien.

Einflüsse der aktuellen Trends auf die Supply Chain

Unser Verhalten als Konsument hat sich in den letzten Jahren durchdringend und nachhaltig verändert. Wir sind es nunmehr gewohnt, unsere Wünsche nicht mehr nur über einen lokalen Händler zu erfüllen, sondern informieren uns im Internet oder kaufen online – häufig direkt über das Smartphone. Wir tätigen kaum mehr eine Investition, ohne dass wir uns im Vorfeld nicht über Preise, Qualität, Verfügbarkeit und die Möglichkeit zur Individualisierung informieren. Fällt ein Produkt in den sozialen Medien oder bei Kundenbewertungen durch, beeinflusst dies häufig auch unsere Kaufentscheidung und damit schließlich den Absatz des Produktes. Funktionierende Supply Chains garantieren hohe Verfügbarkeit, ansprechende Qualität und gering gehaltene Kosten. Dies alles führt zu einer immer feiner individualisierten Produktion, kürzeren Produktlebenszyklen und gesteigerten Kundenerwartungen.

Wie bringen wir das zugrundeliegende Netzwerk miteinander verbundener Firmen dazu, in eingehender Kooperation das für den angestrebten Kundenkreis beste Produkt zu fertigen und dann auch bereitzustellen?

Darüber hinaus gibt es neben dem klassischen Auslieferungsweg inzwischen zahlreiche Möglichkeiten, die Ware zum Kunden zu bringen. Diese Omnichannel- oder Multichannel-Konzepte verändern die Logistikkette und stellen die Logistik vor neue Herausforderungen: Lager liefern direkt zu Kunden, Shops werden zur Bereitstellung oder auch zur Auslieferung an Kunden eingesetzt und fungieren gleichzeitig auch als Rückgabepunkt für mögliche Kundenretouren.

Strategien zur effektiven Steuerung

Um flexible, anpassungsfähige und belastbare Netzwerke zu knüpfen, bedarf es der ganzheitlichen Betrachtung der zugrundeliegenden Informationen in übergreifenden IT-Plattformen. Diese greifen auf die Informationen der angegliederten Systeme zu und leiten die Entscheidungsgrundlagen an die Personen weiter, die die Kontrolle über das Netzwerk haben. Alle Aufträge, Stammdaten, Bestände und Bestandsveränderungen, Ausführungsinstanzen sowie der Status aller Beteiligten werden in Echtzeit verknüpft. So kann die Supply Chain aktiv kontrolliert und gesteuert werden.

So eine Planungsplattform hat eine herausragende strategische Bedeutung für die intelligente Vernetzung der Materialflüsse, Prozesse und Supply Chain Partner. Sie ist als übergeordnete Steuerungsinstanz zur Optimierung, Steuerung und Überwachung aller Daten- und Warenströme innerhalb der Supply Chain nötig, um jegliche relevanten Warenbewegungen und Buchungen übersichtlich nachvollziehen zu können. Intelligente Strategien bilden die Grundlage für die leichte Bespielbarkeit der Plattform. Im Idealfall helfen diese Strategien, das System durch Selbstregulierung in Gleichgewicht und Takt zu halten.

Technologischer Fortschritt

Unser technologischer Fortschritt macht es möglich, heute eine Vielzahl von unterstützenden Maßnahmen zu treffen, für die es uns noch vor einigen Jahren an maschinellen Ressourcen fehlte. Die meisten Konzepte für diese informationsgestützten Helfer wurden schon vor mehreren Jahren entwickelt, die Kapazität für die Speicherung von Daten und deren Verarbeitung steht jedoch erst seit kurzem bereit.

Forecasting und Systeme mit künstlicher Intelligenz berechnen die Wahrscheinlichkeiten des Kundenbedarfs bereits vorab und stoßen entsprechende Warentransferprozesse im Logistiknetzwerk an, um die realen Kundenbestellungen in der Folge schnellstmöglich zu gewährleisten.

Maschinelles Lernen ermöglicht es Muster zu erkennen, die zu Störungen innerhalb der verbundenen Systeme einer Supply Chain führen können. Über Training oder aus Ergebnissen vorhergegangener Auswirkungen gelernter Strukturen kann das System Maßnahmen ableiten, die entweder automatisch eingeleitet oder als Vorschlag an eine Kontrollgruppe weitergegeben werden.

Das bedeutet, dass die Logistikplattform als zentrale Lösung verstanden werden muss, um einerseits die Prozesskette mit höchster Effizienz zu betreiben und andererseits mögliche Schnittstellenproblematiken auszuschließen.

Wie optimiert SSI SCHÄFER die Logistikprozesse der Zukunft?

Das Ziel von SSI SCHÄFER ist es, die WAMAS® Softwaresuite sukzessive um Komponenten zu erweitern, die eine vollumfängliche Steuerung der Supply Chain ermöglichen. So können wir gewährleisten, dass unsere Kunden in Zukunft über ein ganzheitliches Softwaresystem zur übergreifenden Steuerung der Supply Chain im Sinne moderner und nachhaltiger Netzwerkstrukturen verfügen. Mit unserer Logistikplattform wollen wir in Zukunft die Integration aller Fulfillment-Partner sicherstellen und unseren Kunden ein leistungsfähiges Gesamtsystem anbieten.

Dafür sind unsere Experten mit dem umfassenden Logistik- und Prozess-Know-how aus zahlreichen Kundeninstallationen bestens gerüstet und stehen den Kunden beratend zur Seite.

Über die Autoren

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Peter Totz ist Director Business Consultancy bei SSI SCHÄFER. 
Er hat seine Karriere in Graz als Projektingenieur, Datenanalyst und Simulationsspezialist begonnen.  Mit Zwischenschritten in der Produktionsplanung und als Logistikberater war er lange Jahre als Seniorberater und Projektleiter tätig. Später war er für das Business Development in Lateinamerika zuständig, bevor er in die global tätige Gruppe für Business Consultancy gewechselt hat, die er derzeit leitet.

Günter Wachter ist ein erfahrener IT Produkt- und Projektmanager, der seit mehr als 18 Jahren Produktlösungen für die Bereiche Intralogistik aber auch Transport- und Frachtkostenmanagement definiert und diese auch in Projekten mit strategischen Kunden umsetzt.
Bei SSI SCHÄFER IT Solutions GmbH ist Günter Wachter für neue Lösungen in den Bereichen Extended WMS und Supply Chain Solutions verantwortlich und treibt die Entwicklung von neuen Lösungen in Richtung Supply Chain Execution und Analytics maßgeblich voran.

Ansprechpartner

Marketing IT Solutions Telefon: +43 3127 200-574 Email: marketing.it@ssi-schaefer.com