Big Data effektiv nutzen

Daten werden auch in der Intralogistik eine immer wichtigere Rolle spielen. Nicht umsonst spricht man von Big Data, also Unmengen von Daten, die durch in Maschinen und Anlagen integrierte Sensoren, durch Prozessinformationen und zahlreiche andere Quellen mehr entstehen. Und hier wird es diffizil. „Man muss die Datenmenge, die entsteht, im Auge behalten und den roten Faden finden: Welche Daten sind wichtig, welche brauche ich?“, sagt Sven Göhring Leiter Technik bei der KNV Logistik GmbH. „Das ist essentiell, zum Beispiel für predictive maintenance, also die vorbeugende Instandhaltung.“

Es geht also um die effektive Nutzung von Big Data. Die Hierarchie einer traditionellen Fertigungsstruktur muss durch eine vertikale und horizontale Datenintegration sämtlicher an der Fertigung beteiligter Prozesse ersetzt werden. Das bedeutet, dass Daten nicht nur auf der Ebene der Fertigung genutzt werden, sondern auch in anderen Bereichen des Unternehmens. Alle wichtigen Daten in Echtzeit jederzeit zur Verfügung zu haben, ist ein Leitmotiv von Industrie 4.0. Dabei schöpfen alle Unternehmensbereiche aus derselben Quelle.

Grundlage dafür ist jedoch, dass alle Systeme innerhalb einer Unternehmens problemlos miteinander kommunizieren. „Heute ist es oft noch so, dass unterschiedliche Systeme nicht miteinander reden können“, betont Schmit. „Hier brauchen wir unbedingt offene Schnittstellen, denn ohne eine kontinuierliche und umfassende Kommunikation der Maschinen untereinander und mit dem Menschen wird die Intralogistik nicht von den Vorteilen der vierten industriellen Revolution profitieren können.“