Herausforderungen für die Intralogistik

Logistikunternehmen, die noch an der recht starren und relativ eindimensionalen Art der Warenlagerung und der Warenversendung festhalten, werden es in naher Zukunft sehr schwer haben, konkurrenzfähig zu bleiben. Viele Unternehmen nutzen bereits partielle oder sogar vollautomatisierte Transportsysteme. Für Logistikfirmen stellt sich also die Frage, welche Schritte notwendig sind, um den Anschluss nicht zu verlieren.

Zukünftig wird die Vernetzung zwischen Daten- und Transportlogistik eine wichtige Rolle spielen. Vor allem in Verbindung mit dem Internet der Dinge (IoT) werden intelligente, selbststeuernde Fahrzeuge automatisierte und flexible Logistiklösungen bieten, die sich derzeit nur erahnen lassen. Betrachtet man die Entwicklung aus dem Gesichtspunkt des E-Commerce, in dem die stetig wachsende Produktion mit dem Transport immer kleinerer Losgrößen einhergeht, sind die Produktionscenter ohne eine flexible und reibungslose Transport-Logistik kaum funktionsfähig. Die vierte industrielle Revolution (Stichpunkt „Smart Factory“) ist also nur realisierbar, wenn mittels automatisierter Prozesse im Bereich der Intralogistik Rohstoffe, Vorprodukte und fertige Artikel rechtzeitig am Bestimmungsort sind.

Diese Erkenntnisse haben sich in der Logistik allerdings noch längst nicht überall durchgesetzt. „Der Mittelstand verhält sich relativ verhalten dem Thema gegenüber und wartet ab, was die „Großen“ machen, um das dann in ein paar Jahren oder Jahrzehnten zu kopieren“, beobachtet Thilo Jörgl. Aber das sei in einer Zeit, in die Digitalisierung in rasantem Tempo voranschreitet, keine gute Strategie. „Es gibt kleine Bausteine wie predictive maintenance, die auch heute schon problemlos eingesetzt werden können, auch von kleineren Unternehmen.“

Das unterstreicht auch Rob Schmit von SSI SCHÄFER: „Eine moderne Maschine oder Anlage hat zumeist alle erforderlichen Elemente bereits an Bord. Damit hat jedes Unternehmen, egal welcher Größe, die Grundlagen für Industrie 4.0 bereits im Haus.“