Customer Service & Support 4.0

Das Ende des Routenzugs?

Transformieren Sie Ihre Produktionslogistik, damit Sie für die Zukunft gut gerüstet sind

Die zunehmende Markttransparenz als Folge der Digitalisierung und Globalisierung führt zu veränderten Anforderungen an Unternehmen. Wie Ihnen sicherlich bekannt ist, sind die Individualisierung der Produkte und deren immer kürzer werdende Lebenszyklen nur zwei Aspekte von vielen, die insbesondere die Produktionslogistik der Unternehmen herausfordern: Anstelle von taktgebundenen Montage- und Produktionsprozessen wird zukünftig an Fertigungs- und Montageinseln produziert werden. Diese müssen im Spannungsfeld von Kosten und Prozesseffizienz mit verschiedensten Materialien sequenzgenau versorgt werden. Das erfordert ein hohes Maß an Flexibilität im Falle qualitativer oder quantitativer Veränderungen. Schnellere Reaktionszeiten bei kurzfristigen, ungeplanten Umstellungen oder sich verändernden Arbeitsschritten sind dementsprechend gefordert.

Flexibilisierung der Produktionslogistik mittels Routenzug?

Um die klassische Produktionsversorgung mit Gabelstaplern weiter zu optimieren, werden innerbetriebliche Transporte mehr und mehr durch Routenzüge automatisiert. Das Resultat: eine intelligente Lösung, einhergehend mit der Reduktion von Unfällen bei gleichzeitiger Verbesserung der Ergonomie. In Produktionsumgebungen für Erzeugnisse mit niedrigem Individualisierungsgrad ist die Routenzug-Lösung mit all ihren Vorteilen ohne Zweifel ein sinnvolles Logistikkonzept. Davon sind wir überzeugt. Aber kann der Routenzug auch den Anforderungen der Individualisierung standhalten? Oder wird bald das Ende des Routenzugs eingeläutet werden?

Die zunehmende Individualisierung der Erzeugnisse erfordert eine kleinskalige, dynamische und flexible Versorgung der Bedarfsstellen in immer kürzeren Zeitabständen. Aus unserer Sicht kann das Milk-run-System diese schnelle und präzise adhoc-Bereitstellung aufgrund einer gewissen Trägheit und des zyklischen Fahrplans nicht gewährleisten.

Vollautomatische Nachschubsteuerung mit Fahrerlosen Transportsystemen (FTS)

Wir bei SSI SCHÄFER sind der Meinung, dass der Einsatz von FTS in Kombination mit vollautomatischen Identifikations- und Abrufsystemen (eKanban) die situative sowie unplanbar notwendige Reaktionsgeschwindigkeit in der Produktionsversorgung ermöglicht. Aus diesem Grund haben wir, gemeinsam mit unserem Kooperationspartner IDENTYTEC, die beschriebenen Elemente in einer Lösung verknüpft: Die Bedarfsermittlung und anschließende Meldung an einen übergeordneten Server erfolgt zuverlässig und vollautomatisch durch ein softwarebasiertes eKanban-System. Die Bestellung des Abrufsystems initiiert die manuelle oder vollautomatische Auslagerung der Materialien sowie die darauffolgende exakte Bereitstellung der Bedarfsmenge im Supermarkt.

Je nach Priorisierung transportieren die selbstständig navigierenden FTS die im Supermarkt bereits vorkonfektionierten Transporteinheiten. Anschließend übergeben sie die bis auf Einzelbehältnisse heruntergebrochenen Nachschubeinheiten vollautomatisch und zielgenau mittels einer Hubvorrichtung direkt in den Einzelkanal des Produktionsregals.

Produktionslogistik 4.0 - Losgröße 1 bedarf einer Transportgröße 1?

Im Unterschied zu kostenintensiven manuellen Lösungen oder starren Routenzügen kann die Materialnachschubversorgung in hoch individualisierten Montage- und Produktionsumgebungen so mit hoher Reaktionsschnelligkeit auch bei Störungen und kurzfristig erforderlichen Anpassungen bedarfsgerecht, parallel und mit hoher Präzision und Flexibilität erfolgen. Diese erhebliche Dynamisierung des Nachschubprozesses sichert darüber hinaus eine signifikante Einsparung im Flächenbedarf durch die Verringerung der Bereitstellvolumina am Verwendungsort.

Das von uns entwickelte Konzept setzt folglich neue Standards im Nachschub und Bereitstellprozess. Zukünftig wird der Markt jedoch eine Weiterentwicklung hinsichtlich Kleinskaligkeit und Dynamisierung im Bereitstellprozess fordern. Bei SSI SCHÄFER sind wir uns dessen bewusst und bieten bereits Konzepte, um die „Losgröße 1“-Anforderung mit Mini-FTS und „Transportgröße 1“ abdecken zu können.

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