Kragarmregale bieten die nötige Flexibilität
Um die unterschiedlichen Anforderungen an Gewicht, Größe, Volumen und Empfindlichkeit prozesssicher abzubilden, ist jede der sieben Verschieberegalanlagen spezifisch aufgebaut. Die Bandbreite der einzulagernden Güter reicht vom einfachen Postkuvert bis zu hochempfindlichen Packstücken mit einer Länge von bis zu sechs Metern und einem Gewicht von bis zu 200 Kilogramm.
Die erforderliche Flexibilität liefern Kragarmregale, die Ladungsträger von bis zu sechs Metern Breite aufnehmen. Auf diese Weise erhält der Versand genug Freiheitsgrade, um die Größe der Stellplätze an die aktuell zu bearbeitenden Lieferaufträge anzupassen. Das gesamte Versandlager bietet hierzu 20.000 Regalmeter.
Teilautomatisierte Lösung ermöglicht den Parallelbetrieb von FTS und manuellen Staplern
Vier der sieben Verschieberegale sind für den Einsatz von fahrerlosen Transportsystemen (FTS) ausgelegt. „Unter anderem galt es einen Weg dafür zu finden, Langgutpaletten bis zu einer Regalhöhe von 9 Metern ein- und auszulagern“, erinnert sich Ulrich Liebler. „In einem Schmalgang braucht man dazu einen maßgeschneiderten Ansatz. Daher haben wir uns für die Zusammenarbeit mit einem weiteren Automatisierungsspezialisten entschieden und dann gemeinsam mit SSI SCHÄFER eine tragfähige Systemlösung entwickelt.“
Derzeit sind zwei fahrerlose Transportsysteme im Einsatz. Zur Gesamtlösung gehören außerdem drei Stapler, die die nichtautomatisierten Verschieberegale bedienen. Sollten tatsächlich einmal beide FTS nicht einsatzfähig sein, können die Stapler die Prozesse im automatisierten Lagerbereich jederzeit übernehmen.
Durch die Verzahnung von automatisiertem und nichtautomatisiertem Handling kann WAREMA die maximale Verfügbarkeit des Versandlagers gewährleisten. Aktuell liegt der Durchsatz im automatisierten Bereich bei etwa 150 Lagerbewegungen pro Tag, in der manuellen Zone bei etwa 600.